Manchmal muss man Pläne über den Haufen werfen, um weiter zu kommen. Ursprünglich wollte ich gerne verschiedene Apps für die unterschiedlichen Disziplinen „Note auf dem Instrument spielen“, „Note benennen“ und „Notenname auf dem Instrument spielen“ entwickeln. Das sind die gängigen Übungen, die ich spielerisch mit meinen Klavierschülern umsetze und die einen gelassenen und schnellen Umgang mit der Notation und der Benennung der Noten ermöglichen sollen.
Nun habe ich mich entschieden, diese Funktionen in einer App zu vereinen, also entsprechend die bestehende App zu erweitern. „Note benennen“ erhält als erstes Einzug.

Note benennen

„Note benennen“ sollte mit einer Sprachererkennung realisiert werden. Allerdings war ich mit den Ergebnissen nie zufrieden. Die Erkennung war stets zu langsam, war lange Zeit ans Internet gebunden und damit meines Erachtens für diesen Zweck nicht zu gebrauchen. Das „Noten benennen“-Spiel sollte ja genauso reaktionsfreudig sein wie das Originalspiel. Schließlich geht es darum, die Lesegeschwindigkeit zu verbessern und Spaß zu haben!

Eine Klaviatur zur Eingabe der Notennamen hätte nahegelegen. Allerdings wäre das nicht allen Instrumentalisten gegenüber fair, denn nicht jeder kennt sich auf der Klaviatur aus. Zudem sind die schwarzen Tasten doppeldeutig. Die weißen ebenso, wenn enharmonische Verwechslungen ins Spiel kommen, die die App seit jeher unterstützt. Die Übungen können sich außerdem über viele Oktaven erstrecken, die auf einem iPhone gar nicht abgebildet werden könnten.

Die Lösung ist nun ein „Quiz“. Zu jeder angezeigten Note wählt die App 4 Antwortmöglichkeiten aus. Eine ist richtig, 3 falsche Antworten werden aus dem Notenmaterial der Übung ausgewählt.

Das Spiel funktioniert genauso wie das Original: Du hast 60 Sekunden Zeit und das Ziel ist es, so viele richtige Antworten wie möglich zu finden. Aber Achtung! Tippst du auf eine falsche Antwort, kannst du für kurze Zeit nicht erneut antworten.

Die App berücksichtigt Oktavbezeichnungen. So ist ein „c“ nicht einfach nur ein „c“. Es kann ein großes C sein, ein kleines c, ein eingestrichenes c (c‘), ein zweigestrichenes c (c“) usw. Nur mit der korrekten Oktavbezeichnung stimmt die Antwort. Also pass gut auf!

Du erreichst den neuen Spielmodus ganz einfach in der Übungsübersicht. Tippe z.B. im Hauptmenü auf „Leicht“ und wähle anschließend im oberen Bereich des Bildschirms „Note -> Name“ aus. Die Rekorde für das Originalspiel und „Note benennen“ werden separat gespeichert. Die Sterne-Bewertung ist etwas unterschiedlich. Bei „Note benennen“ benötigst du nicht ganz so viele Punkte, um 3 Sterne zu erreichen. Das hängt damit zusammen, dass wir ständig zwischen Note und Antwortmöglichkeiten hin- und hergucken müssen. So können wir einfach nicht so schnell sein wie auf dem Instrument, das wir zu großen Teilen „blind“ bedienen können.

Ich wünsche viel Spaß beim Trainieren der Notennamen!

Bluetooth

Als Ergänzung zur bereits bestehenden USB-MIDI-Funktionalität, gibt es nun die Möglichkeit in den Einstellungen „Bluetooth-MIDI“ zu aktivieren. Immer mehr E-Pianos unterstützen Bluetooth-MIDI. Mit diesen Instrumenten kann also fortan „stumm“ oder mit Kopfhörern geübt werden.